Schüleraustausch 2007
Als wir den Aushang des Partnerschaftskomitees am schwarzen Brett des Meranier-Gymnasiums sahen, war uns klar, dass wir diese Chance wahrnehmen mussten, Wir, Eva Dinkel, Jasmin Gaar und Felix Steiner, bewarben uns, und schon drei Wochen später saßen wir in Frankfurt im Flugzeug Richtung USA. Gegen 19 Uhr Ortszeit landeten wir am 4. April am Dayton International Airport und wurden von unseren Gastfamilien herzlich mit Blumensträußen begrüßt.

Wir verbrachten das verschneite Osterfest in den Gastfamilien, wo man uns mit der beühmten amerikanischen Gastfreundschaft jeden Wunsch von den Augen ablas. Über die amerikanischen Osterferien, den Spring Break, besuchten wir mit unseren Gastschülern Cincinnati, lernten die jugendlichen Ferientraditionen kennen und stießen dabei auf die Vorzüge der zahlreichen amerikanischen Fastfoodketten, wie O’Charleys, Wendy’s, Cracker Barrel, Chipotle oder Taco Bell, die es in Vandalia in sehr zahlreicher Ausführung gibt, ebenso wie die “malls”, die alles haben, was das Herz begehrt.
Direkt nach Ostern besuchten wir Butler High School, und stellten zahlreiche Unterschiede zum deutschen Unterricht fest. Nicht nur der frühe Schulbeginn (7:15 Uhr) und die längere Schulstundendauer überrraschten uns an der amerikanischen High School, sondern auch die teilweise sehr individuelle Fächerwahl, so gehörten auch Schmuck oder Skulptur bei einigen zum Stundenplan, der jeden Tag in der gleichen Reihefolge die gleichen sieben Fächer anbot. Nach Schulschluss (14:20 Uhr) nimmt der Schulsport eine wesentlich größere Rolle in der eh schon knapp bemessenen freizeit der Jugendlichen ein, aber sie nutzen die Chance gern sich in der Schulmannschaft der Sportarten wie Football, Baseball, Softball, Tennis und Golfen, um nur ein paar zu nennen, Anerkennung zu verdienen. Aber auch die Kultur kam bei unserem Besuch nicht zu kurz. Wir besuchten nicht nur das Cincinnati Museum Center, John Süppel führte uns auch durch das Air Force Museum in Dayton und erklärte uns anschaulich die Gemeinsamkeiten von deutscher und amerikanischer Fliegereigeschichte. Außerdem konnten wir die Talent Show der Butler High School besuchen, wo man die beeindruckenden Auftritte der Schüler in Tanz, Gesang oder Stand-Up Comedy bewundern konnte. Was uns besonders auffiel, war dass in Amerika alles etwas größer ist als bei uns, ob es nun die Häuser, Schulen, Kinos, Fernseher, Autos oder Einkaufszentren waren. Auch die zahlreichen verschiedenen Kirchen in unserer Partnerstadt fielen uns auf.
Bei einem Sister City Meeting wurden wir auch von den Mitgliedern des dortigen Partnerschaftskomitee herzlich begrüßt und bei der anschließenden “Gemütlichkeit” lernte man sich besser kennen. Auch der zweite Bürgermeister David Lewis begrüßte uns bei einem City Council Meeting. Langeweile oder gar Heimweh kam bei uns auf jeden Fall nie auf, denn unsere Gastfamilien, die Hibners, Kimmels, Wares und Blakeslys, organisierten für uns einige Partys, und wir waren immer von ihrer Freundlichkeit und ihren Sorgen um unser Wohl überwältigt.
Einige der Highlights unseres USA-Austauschs waren sicherlich der Besuch des Freizeitparks Kings Island und ein Baseballspiel der Dayton Dragons miterleben zu können, aber vor allem werden uns die vielen netten Menschen in Erinnerung bleiben, die wir dort kennen gelernt haben und die unseren Auffenthalt in Vandalia zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und an den wir immer wieder gerne zurückdenken. Doch schon am 25.4. mussten wir die Heimreise antreten, obwohl wir gar nicht mehr zurück wollten. Beim Abschied flossen auch ein paar Tränen und wir alle hoffen, unsere neuen Freundschaften noch weiter zu pflegen zu können, warscheinlich mit einem Gegenbesuch der Amerikaner Ende Juli. Es war eine wunderbare Erfahrung diesen Austausch machen zu dürfen, und wir können ihn jedem nur weiterempfehlen, denn diese 3 Wochen haben unser Leben für immer geprägt und wir hoffen Vandalia und seine freundlichen Einwohner bald wieder besuchen zu können.