Schülerbesuch aus Vandalia 2007

Ereignisreiche Tage für drei Austauschschüler aus Vandalia

Nachdem im April drei Schüler des Meranier-Gymnasiums zu Gast in Vandalia waren, besuchten nun im Gegenzug drei Schüler der Butler High School Lichtenfels. Vom 24.7. – 8.8.07 waren Jillian Fleischer, Michael Garison und Winston Imwalle durch den jährlichen Schüleraustauschs des Partnerschaftskomitees Lichtenfels in Gastfamilien untergebracht.

In den frühen Morgenstunden des 24.7. machten wir uns mit dem KJR-Kleinbus auf den Weg zum Frankfurter Flughafen, um unsere Austauschschüler abzuholen und sie mit Blumensträußen zu empfangen. Anschließend ging es in die Familen, um sich besser kennenzulernen. Jillian Fleischer (17) wohnte bei Eva Dinkel in Lichtenfels, Winston Imwalle (16) bei Holger Reinlein in Bad Staffelstein und Michael Garison (17) die erste Woche bei Jasmin Gaar in Kleukheim und anschließend bei der Familie Espach in Bad Staffelstein. Gleich am ersten Abend kamen einige in den Genuss der Schulrevue des Meranier Gymnasiums. Dort erkannten die Schüler aus Vandalia auch die zahlreichen Unterschiede zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Schulsystem, denn die letzten zwei Schultage nahmen sie dort am Unterricht teil und wurden sogar vom Schulleiter Heinz Pfuhlmann begrüßt. Am nächsten Tag machte man Lichtenfels, das obere Tor und das Umland unsicher. In den folgenden zwei Wochen besuchte man unter anderen das Freibad in Redwitz, Kloster Banz und den nahe gelegenen Klettergarten, Nürnberg, München, das Freibad in Zapfendorf, Adidas und Puma in Herzogenaurach, die Feuerwehr in Bad Staffelstein, wo man an einigen Übungen teilnahm, die Obermain Therme, das Altstadtfest, die K12 Session, Bamberg und natürlich als “Muss” den Staffelberg und Vierzehnheiligen. Als “Highlight” ihres Auffenthalts bezeichneten die Amerikaner einen Kurztrip am 30. und 31.7. nach Berlin mit sieben
Mitgliedern der Jugendgruppe des Partnerschaftskomitees, ohne dessen finanzielle Unterstützung dieser Zwei-Tages-Besuch nicht möglich gewesen wäre. Dort besichtigte man den Reichstag, das Brandenburger Tor, das Holocaust Mahnmal, den Checkpoint Charlie, den Fernsehturm, den Alexanderplatz, das Sony Center, den Gendarmenmarkt und den Berliner Dom. Außerdem kamen die drei Schüler zum ersten Mal in den Genuss eines Döners, den sie so sehr mochten, dass sie ihn nicht nur des öfteren aßen, sondern sogar meinten, man müsste auch in Vandalia einen Dönerständ eröffnen. Des weiteren fiel den Besuchern aus Vandalia auf, dass in Deutschland wesentlich weniger mit dem Auto und mehr mit dem Fahrrad gefahren wird als in den USA und auch die Solarzellen, die man hier auf fast jeden Hausdach sieht, sind in Amerika wenig verbreitet. Michael gefiel besonders die Individualität der Menschen und Jillian die Architektur der Gebäude, besonders in München und Bamberg. Winston mochte ebenso wie die beiden anderen besonders die deutsche Kochkunst und die Offenheit der Menschen. Am 4.8. fanden sich die Amerikaner mit ihren Gastfamilien am Schützenhaus in Bad Staffelstein ein, wo ein kleines Turnier unter den Austauschschülern und ihren Gästen stattfand. Den gestifteten Pokal nahm der Gewinner Michael Garison mit nach Hause. Am letzten Wochenende vor ihrer Abreise wurde von Klaus Dinkel am Naturfreundehaus am Kemitzenstein ein kleiner Kletterkurs mit anschließendem Grillabend organisiert, bei dem sich alle Familien und die Präsidenten der Abteilungen Vandalia und Jugendgruppe des Partnerschaftskomitees, Ralf Kuchlbauer und Verena Bader, trafen um den Abend bei gemütlichem Beisammensein ausklingen zu lassen. Am vergangenen Montag begrüßte auch Bürgermeisterin Dr. Bianca Fischer, und die 1. Vorsitzende des Partnerschaftskomitess, Monika Faber unsere Gäste aus Vandalia und schenkte ihnen ein Buch über Lichtenfels. Michael Garison lernt als Einziger der drei deutsch an der Universität Dayton, und versprach seinen Mitgereisten soviel wie möglich aus dem Buch zu übersetzen, doch die Bilder sprechen ja auch schon für sich. Am Abend vor der Abreise trafen sich noch mal alle Familien und Verena Bader zu einem gemeinsamen Essen in einem Staffelsteiner Restaurant. Als Abschiedsgeschenk der Jugendgruppe bekamen Jillian, Winston und Michael ein Gruppenbild vom Treffen mit der Bürgermeisterin geschenkt. Jillian und Winston bedauerten es sehr, dass sie an ihrer Schule nicht die Möglichkeit hätten deutsch zu erlernen, denn Deutschland hat ihnen so gut gefallen, dass alle drei bald zurückkehren möchten, um die hier geschlossenen Freundschaften zu vertiefen und Lichtenfels und seine Einwohner bald wieder zu sehen.